Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten zur Mitgestaltung, Begegnung und persönlichen Entwicklung geboten haben. Die hier vorgestellten Maßnahmen geben einen Einblick in die Bandbreite – von kreativen und kulturellen Formaten über Beteiligungsprojekte bis hin zu politischer Bildung und internationalem Austausch.
Es wurden insgesamt 28 Projekte prämiert.
Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten zur Mitgestaltung, Begegnung und persönlichen Entwicklung geboten haben. Die hier vorgestellten Maßnahmen geben einen Einblick in die Bandbreite – von kreativen und kulturellen Formaten über Beteiligungsprojekte bis hin zu politischer Bildung und internationalem Austausch.
Es wurden insgesamt 28 Projekte prämiert.
Schulworkshop "#demokratiegehtviral"
T1 Medienzentrum
Der Schulworkshop „#demokratiegehtviral“ vermittelte Schüler:innen ab der 8. Klasse in einem dreistündigen Format ein praxisnahes Verständnis von Demokratie im digitalen Raum. Dabei setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit politischer Meinungsbildung auf Social Media sowie mit den Einflüssen von Algorithmen, Fake News und extremistischen Inhalten auseinander.
Durch interaktive Methoden und spielerische Elemente wurden die Jugendlichen dafür sensibilisiert, Desinformation zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig erarbeiteten sie Strategien, um sich aktiv und verantwortungsvoll gegen Hass und Hetze im Netz zu positionieren.
Der Workshop stärkte die Medienkompetenz der Teilnehmenden und befähigte sie, ihre Rolle als aktive Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft selbstbewusst wahrzunehmen.

Jugendversammlung Berching
Gemeindejugendpflege Berching
Die Jugendversammlung in Berching brachte rund 100 Jugendliche – vor Ort und online – mit kommunalen Entscheidungsträger:innen zusammen, um ihre Ideen und Anliegen aktiv einzubringen. Eingeladen waren alle Jugendlichen der Gemeinde im Alter von 12 bis 21 Jahren, wovon etwa 50 persönlich teilnahmen und weitere 50 sich über eine Online-Umfrage beteiligten.
In Beteiligungsformaten wie Themen-Stellwänden zu Bereichen wie Stadtbild, Treffpunkte oder Schule sammelten die Teilnehmenden ihre Vorschläge und präsentierten diese im Anschluss im Plenum vor Bürgermeister, Stadtrat und weiteren Verantwortlichen. Die Veranstaltung schuf so einen direkten Dialog zwischen Jugend und Politik und stärkte die Mitbestimmung junger Menschen.
Im Nachgang wurde ein Jugendfachbeirat gegründet, in dem insbesondere Jugendliche gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik und Jugendarbeit an der Priorisierung und Umsetzung der Ideen arbeiteten. Daraus entstanden bereits zahlreiche konkrete Projekte – von neuen Treffpunkten über Mobilitätsangebote bis hin zu Aktionen der politischen Bildung. Die Jugendversammlung legte damit eine wichtige Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Jugendarbeit in der Gemeinde.
Ausstellung
"Woher kommst du?"
Das Magische Projekt e. V.
Mit der Ausstellung „Woher kommst du?“ setzte sich Das Magische Projekt e. V. gemeinsam mit jungen Menschen kreativ mit Menschenrechten, sozialer Ungleichheit, Armut und sozioökonomischer Herkunft auseinander. Die Ausstellung war über drei Monate im NOC in Weiden öffentlich zugänglich und erreichte dadurch zahlreiche Menschen unmittelbar in ihrem Alltag.
Schüler:innen des Gestaltungszweigs der Fachoberschule Weiden entwickelten eine Bilderreihe zum Thema Armut sowie Illustrationen zu den einzelnen Menschenrechten, die zusammengesetzt ein großes Gesamtbild ergaben. Ergänzt wurden die künstlerischen Arbeiten durch Informationen und Fakten zu den jeweiligen Themen. Im Rahmen begleitender Theaterworkshops entstand außerdem gemeinsam mit Jugendlichen eine fotografische Bilderreihe.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit sozialer Herkunft und gesellschaftlichen Ungleichheiten. Anknüpfend an die Sozialtheorie Pierre Bourdieus lud eine Mitmachaktion die Besucher:innen dazu ein, die eigene soziale Herkunft und deren Einfluss auf persönliche Lebenswege und Chancen zu reflektieren.
Durch die Präsentation an einem stark frequentierten öffentlichen Ort konnten die Themen über einen längeren Zeitraum niedrigschwellig sichtbar gemacht werden. Zusätzlich besuchten Schulklassen und Jugendgruppen die Ausstellung und setzten sich im gemeinsamen Austausch vertieft mit den Inhalten auseinander. Das Projekt verband damit Kunst, politische Bildung und persönliche Reflexion und sensibilisierte junge Menschen für Menschenrechte, gesellschaftliche Ungleichheiten und unterschiedliche Lebensrealitäten.

Kinderkonferenz Burglengenfeld
Gemeindejugendpflege Burglengenfeld
Mit der ersten Kinderkonferenz im März 2025 wurde im Kindertreff Burglengenfeld ein neues Beteiligungsformat für Kinder etabliert. Ziel war es, jungen Besucher:innen einen geschützten Raum zu geben, in dem sie ihre Ideen, Wünsche und Anliegen einbringen sowie aktiv mitgestalten konnten.
Im Mittelpunkt stand zunächst die spielerische Annäherung an zentrale Begriffe wie Partizipation und Mitbestimmung. Die Kinder setzten sich damit auseinander, welche Formen der Beteiligung es gibt und welche Erfahrungen sie selbst bereits gesammelt hatten. Ein besonderer Fokus lag auf der Wertevermittlung: Mithilfe einer „Wertespeisekarte“ reflektierten die Teilnehmenden, was ihnen persönlich wichtig ist, und stellten ihre Ergebnisse der Gruppe vor.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame demokratische Abstimmung über die Fortführung des Formats. Die hohe Beteiligung sowie das positive Feedback zeigten, dass die Kinderkonferenz auf großes Interesse stieß. Sie bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, demokratische Prozesse aktiv zu erleben und Selbstwirksamkeit zu erfahren.
Kino-Wochenende im
"Berli" Berching
Gemeindejugendpflege Berching
Mit einem dreitägigen Kino-Wochenende wurde das traditionsreiche „Berli“ in Berching im Jahr 2025 wieder zum Leben erweckt. Engagierte Jugendliche organisierten gemeinsam mit der kommunalen Jugendarbeit ein vielfältiges Filmprogramm für alle Generationen – von Familien über Jugendliche bis hin zu Erwachsenen und Senior:innen.
Insgesamt wurden vier Filme gezeigt und über 350 Besucher:innen konnten begrüßt werden. Rund 25 Helfer:innen, darunter etwa 15 Jugendliche, engagierten sich sowohl bei der Vorbereitung als auch während der Veranstaltung – vom Herrichten des Kinos bis hin zum Popcornverkauf, bei dem insgesamt 13 Kilogramm Popcorn verarbeitet wurden.
Die Vorstellungen waren kostenfrei und stießen auf große Begeisterung. Gleichzeitig wurden die Besucher:innen aktiv einbezogen, indem sie Vorschläge für zukünftige Filme machen und darüber abstimmen konnten.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie durch ehrenamtliches Engagement, Beteiligung und kreative Ideen ein kultureller Treffpunkt reaktiviert und gemeinschaftlich neu belebt werden konnte.
Bandcontest "Vibes & Voices"
Kreisjugendring Cham
Mit „Vibes & Voices“ wurde im November 2025 im L.A. Cham ein Jugendkonzert organisiert, das weit über einen klassischen Bandcontest hinausging. Junge Musiker:innen im Alter von 14 bis 21 Jahren traten mit ihren Bands in unterschiedlichen Genres auf und gestalteten einen lebendigen, vielfältigen Konzertabend.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Thema Demokratie: In der Sonderkategorie „Democratiestatement“ erklärten alle auftretenden Acts vor Beginn ihres Auftritts, was Demokratie für sie persönlich bedeutet. Die Statements wurden dokumentiert und für die Weiterverwendung in sozialen Medien sowie bei zukünftigen Veranstaltungen aufbereitet.
Das Konzert verband Musik, Gemeinschaft und gesellschaftliche Bildung auf kreative Weise und bot Jugendlichen einen niederschwelligen Zugang zu politischen Themen. Ziel war es, das Demokratiebewusstsein in einem positiven, lebensnahen Kontext zu stärken und junge Stimmen sichtbar zu machen.
Schulvorstellung & Jugendumfrage zur Beteilligung
Gemeindejugendpflege Deining
Im Jahr 2025 wurde ein Beteiligungsformat an Schulen umgesetzt, bei dem die gemeindliche Jugendarbeit direkt in den Klassen vorgestellt und durch eine strukturierte Umfrage ergänzt wurde. Ziel war es, die Lebenswelt der Jugendlichen besser zu verstehen und ihnen eine direkte Möglichkeit zur Mitgestaltung zu geben.
Die Auswertung zeigte ein differenziertes Bild der Bedürfnisse: Besonders in der 8. Klasse wurden sowohl positive Aspekte – wie ein gutes Miteinander, engagierte Lehrkräfte und vorhandene Freizeitangebote – als auch konkrete Verbesserungsvorschläge benannt. Dazu zählten unter anderem der Wunsch nach gesünderem und erweitertem Essensangebot, zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten, verbesserten Freizeitflächen sowie mehr Sport- und Bewegungsangeboten. Auch Themen wie Gemeinschaft, Leistungsdruck und schulischer Alltag spielten eine wichtige Rolle.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass viele Jugendliche sich grundsätzlich einbringen möchten, jedoch häufig noch Orientierung brauchen, wie Beteiligung konkret aussehen kann. Gleichzeitig wurden gesellschaftliche Themen wie Krieg, schulischer Stress oder persönliche Zukunftsperspektiven sichtbar.
Das Projekt machte deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Beteiligungsformate sind, um Jugendliche zu erreichen, ihre Anliegen ernst zu nehmen und daraus konkrete Impulse für die Weiterentwicklung von Schule, Gemeinde und Jugendarbeit abzuleiten.

U-18 Wahl Velburg
Gemeindejugendpflege Velburg
Im Jahr 2025 wurde in Velburg die U18-Wahl in enger Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendtreff erfolgreich durchgeführt. Beteiligt waren die Klassen 5 bis 10 sowie interessierte Grundschüler:innen, die ebenfalls die Möglichkeit erhielten, ihre Stimme abzugeben. Insgesamt nahmen zahlreiche junge Menschen teil und zeigten großes Interesse am Ablauf demokratischer Wahlen.
Im Vorfeld wurde die Wahl intensiv durch Aushänge, Durchsagen und Gespräche vorbereitet. Lehrkräfte griffen das Thema im Unterricht auf und unterstützten so die inhaltliche Auseinandersetzung. Kurz vor der Wahl erhielten die Jugendlichen zusätzlich Informationen zu Parteien, Wahlprogrammen und dem Wahlsystem, wobei der Fokus bewusst auf der Vermittlung demokratischer Grundlagen lag.
Die Durchführung orientierte sich an realen Wahlprozessen – mit Stimmzetteln, Erst- und Zweitstimme sowie anschließender gemeinsamer Auszählung. Von insgesamt 89 abgegebenen Stimmen waren 88 gültig, was das hohe Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmenden unterstrich.
Die U18-Wahl bot Jugendlichen die Möglichkeit, demokratische Prozesse praktisch zu erleben, sich eine eigene Meinung zu bilden und politische Mitbestimmung kennenzulernen. Dabei stand nicht das Wahlergebnis im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung von Beteiligung und Selbstwirksamkeit als Grundlage für zukünftiges gesellschaftliches Engagement.
Jugendbürgerversammlung Velburg
Gemeindejugendpflege Velburg
Im Jahr 2025 wurde in der Stadt Velburg erstmals eine Jugendbürgerversammlung als Beteiligungsformat für junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren durchgeführt. Alle Jugendlichen der Stadt wurden persönlich per Post zur Veranstaltung eingeladen, die gemeinsam von der Jugendpflege, dem Bürgermeister, den Stadträten und der Kommunalen Jugendarbeit vorbereitet wurde. Ziel war es, die Sichtweisen und Bedürfnisse junger Menschen frühzeitig in kommunale Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Die Jugendbürgerversammlung fand im Kulturzentrum Wieserstadl statt und verband Information, Mitwirkung und kreative Beteiligung. In mehreren Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Themen wie dem Ferienprogramm, dem Badesee, Treffpunkten für Jugendliche sowie ihren Vorstellungen von einer jugendfreundlichen Stadt. Dabei konnten sie eigene Ideen einbringen, diskutieren und konkrete Vorschläge für die zukünftige Entwicklung Velburgs erarbeiten.
Ein besonderer Baustein war ein begleitender Design-Wettbewerb für die Gestaltung einer mobilen Outdoorküche der Stadt. Die Jugendlichen konnten eigene Entwürfe einreichen und während der Versammlung selbst über den Siegerentwurf abstimmen. Durch diese Verbindung von Kreativität und Mitbestimmung wurde Beteiligung unmittelbar erlebbar gemacht.
Die Ergebnisse der Jugendbürgerversammlung sollen in den Kinder- und Jugendplan der Stadt Velburg einfließen und schrittweise weiterentwickelt werden. Ergänzend ist die Einrichtung eines Arbeitskreises aus Jugendlichen und Erwachsenen vorgesehen, der die Umsetzung der eingebrachten Ideen begleitet. Das Projekt stärkte demokratische Beteiligung auf kommunaler Ebene und machte deutlich, dass junge Menschen ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten möchten und können.

Video by Shekinah Fuchs
U18 Wahlen Schwandorf
K3 JUZ Schwandorf
Im Jahr 2025 beteiligte sich der Jugendtreff K3 an der bundesweiten U18-Wahl und richtete vom 7. bis 14. Februar ein eigenes Wahllokal ein. Während der Öffnungszeiten hatten Jugendliche die Möglichkeit, parallel zur Bundestagswahl symbolisch ihre Stimme abzugeben und demokratische Wahlprozesse praxisnah kennenzulernen.
Zur Bewerbung des Angebots wurde im Jugendtreff eine Wahlkabine aufgebaut und das Wahllokal durch Aushänge, ein Hinweisschild sowie einen eigens produzierten Social-Media-Spot bekannt gemacht. Darüber hinaus wurden die Jugendlichen persönlich angesprochen und zur Teilnahme eingeladen. Diese direkte Ansprache erwies sich als wichtiger Baustein, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen.
Begleitend zur Wahl fanden Gespräche zu politischen Themen, Wahlprogrammen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen statt. Dabei wurde besonderer Wert auf eine sachliche und offene Auseinandersetzung gelegt. Das niederschwellige Format ermöglichte Jugendlichen mit unterschiedlichen Voraussetzungen den Zugang zu politischer Bildung und förderte die Entwicklung eigener Standpunkte.
Die Auswertung zeigte eine höhere Wahlbeteiligung im Vergleich zum Vorjahr. Das Projekt machte deutlich, dass junge Menschen großes Interesse an politischen Themen haben, wenn ihnen geeignete Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden. Die U18-Wahl leistete damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung, demokratischen Teilhabe und Stärkung des gesellschaftlichen Engagements junger Menschen.
U18 Wahlen Sengenthal
Gemeindejugendpflege Sengenthal
Im Jahr 2025 beteiligte sich die Gemeinde Sengenthal an der bundesweiten U18-Wahl und setzte dabei auf eine besonders wohnortnahe Umsetzung. In Zusammenarbeit mit vier örtlichen Feuerwehren wurden am 14. Februar 2025 in den Ortsteilen Sengenthal, Buchberg, Reichertshofen und Forst Wahllokale in den jeweiligen Feuerwehrhäusern eingerichtet, um Jugendlichen kurze Wege zur Teilnahme zu ermöglichen. Die Organisation erfolgte gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren sowie dem Kreisjugendwart, der Informationsmaterial an die Jugendgruppen und Jugendleiter weiterleitete. Für die Bewerbung der Aktion wurden zudem offizielle Materialien zur U18-Wahl eingesetzt.
Ergänzend erhielten die Jugendlichen einen parteiunabhängigen „Parteien-Check zur Bundestagswahl 2025“, der zentrale Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zu Themen wie Wirtschaft, Soziales, Bildung und Jugend verständlich zusammenfasste. Dadurch wurden sie dabei unterstützt, sich mit politischen Inhalten auseinanderzusetzen und eine eigene Meinung zu entwickeln.
Rund 20 Jugendliche nutzten das Angebot und konnten in den Feuerwehrhäusern symbolisch ihre Stimme abgeben. Die vertraute Umgebung der Feuerwehren erwies sich dabei als niederschwelliger Zugang, da viele junge Menschen bereits über die Vereinsarbeit mit den Einrichtungen verbunden sind. Eine kleine Anerkennung für die Teilnahme trug zusätzlich dazu bei, den Wahlvorgang positiv erlebbar zu machen.
Begleitend zur Wahl entstanden zahlreiche Gespräche über aktuelle politische Themen, gesellschaftliche Herausforderungen und die Rolle sozialer Medien bei der Meinungsbildung. Die Jugendlichen diskutierten ihre Erwartungen an Politik und Regierung und setzten sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinander. Dadurch wurde die Wahl nicht nur zu einer Abstimmung, sondern auch zu einem Anlass für politische Bildung und Austausch.
Das Projekt vermittelte jungen Menschen, dass ihre Meinung zählt und politische Beteiligung bereits vor dem Erreichen des Wahlalters möglich ist. Gleichzeitig wurden demokratische Prozesse greifbar gemacht und Hemmschwellen gegenüber späteren offiziellen Wahlen abgebaut. Die U18-Wahl stärkte damit das Interesse an Politik, die demokratische Teilhabe und das Bewusstsein für gesellschaftliche Mitverantwortung.
Escaperoom Kommunalpolitik
JUZ Weiden
Mit dem Escape Room „Wahlskandal bei der Kommunalwahl?“ setzte das Jugendzentrum Weiden ein kreatives und interaktives Format der politischen Bildung um. Das Angebot richtete sich an Jugendliche ab 14 Jahren, Schulklassen und Jugendgruppen und ermöglichte einen spielerischen Zugang zu kommunalpolitischen Themen und demokratischen Prozessen.
Im Rahmen einer fiktiven Geschichte mussten die Teilnehmenden einen vermeintlichen Wahlbetrug bei einer Kommunalwahl aufdecken. In sieben aufeinander aufbauenden Stationen durchliefen sie verschiedene Schritte des Wahlprozesses, von der Auswertung von Wahldaten über die Kontrolle der Stimmenauszählung bis hin zur Aufklärung des Falls. Dabei übernahmen die Jugendlichen aktiv Verantwortung, analysierten Informationen und lösten gemeinsam Aufgaben und Rätsel.
Durch die Verbindung von Escape-Game-Elementen und politischer Bildung setzte sich das Projekt auf kreative Weise mit den Grundprinzipien demokratischer Wahlen auseinander. Themen wie Wahlgeheimnis, Fairness, Mitbestimmung, Transparenz und die Bedeutung rechtsstaatlicher Verfahren wurden praxisnah vermittelt und erfahrbar gemacht.
Der Escape Room wurde mit mehreren Schulklassen und Jugendgruppen erfolgreich durchgeführt. Die hohe Beteiligung und die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, dass interaktive und lebensweltnahe Methoden einen wirksamen Zugang zur politischen Bildung schaffen. Das Projekt stärkte demokratisches Verständnis, kritisches Denken und das Interesse junger Menschen an kommunalpolitischer Beteiligung.
Jugendversammlung Freystadt
Gemeindejugendpflege Freystadt
Mit der Durchführung einer Jugendversammlung schuf die Stadt Freystadt ein umfassendes Beteiligungsformat, um die Ideen, Wünsche und Anliegen junger Menschen für ihren Lebensraum zu erfassen und in kommunale Entwicklungsprozesse einzubeziehen. Ziel war es, positive Beteiligungserfahrungen zu ermöglichen, Transparenz zu schaffen und die Umsetzung von Vorschlägen gemeinsam mit Jugendlichen voranzutreiben.
Zur Jugendversammlung wurden rund 500 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren aus dem Stadtgebiet eingeladen. Die Veranstaltung fand im Sitzungssaal des Stadlmannanwesens statt und wurde gemeinsam von den Jugendbeauftragten des Stadtrats, Mitarbeitenden des Jugendtreffs, der Schulsozialarbeit, der Kommunalen Jugendarbeit sowie einer ehrenamtlich engagierten Person moderiert. In vier Workshops zu den Themen Freizeit, Ferienprogramm, Stadtgestaltung und Mobilität erarbeiteten die Teilnehmenden ihre Ideen und diskutierten konkrete Verbesserungsvorschläge für ihre Gemeinde. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf alltagsnahen Fragestellungen, etwa zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.
Die Jugendversammlung knüpfte an eine bereits zuvor durchgeführte Jugendumfrage an der örtlichen Mittelschule an, an der sich rund 150 Kinder und Jugendliche beteiligt hatten. Die Ergebnisse beider Beteiligungsformate zeigten viele gemeinsame Themen und lieferten eine wertvolle Grundlage für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Freystadt. Perspektivisch sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die Fortschreibung des kommunalen Kinder- und Jugendplans einfließen.
Besonders hervorzuheben ist die konsequente Weiterarbeit mit den Ergebnissen. Die Stadt stellte ein eigenes Budget für die Umsetzung von Projektideen bereit und lud die Jugendlichen zu einem Nachtreffen ein, bei dem die vorgeschlagenen Maßnahmen priorisiert wurden. Aus diesem Prozess entstand eine aktive Projektgruppe, die gemeinsam mit der Jugendpflege Veranstaltungen und Projekte plant und begleitet. Dazu zählen unter anderem Freizeitfahrten, kreative und kulinarische Angebote im Jugendtreff, Sport- und Kulturveranstaltungen, Maßnahmen zur Gestaltung öffentlicher Räume sowie Aktionen für Umweltschutz und Gemeinschaft.
Das Projekt verdeutlichte, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Gemeinde aktiv mitzugestalten, wenn ihnen geeignete Beteiligungsmöglichkeiten geboten werden. Durch die Verknüpfung von Mitbestimmung, konkreter Projektumsetzung und langfristiger Beteiligung entstand ein nachhaltiger Prozess, der demokratische Teilhabe erlebbar macht und das Engagement junger Menschen stärkt.

Logo Wettbewerb
Gemeindejugendpflege Sengenthal
Ein eigenes Logo sollte die Angebote der Jugendarbeit in Sengenthal künftig sichtbarer machen und gleichzeitig die Identifikation junger Menschen mit ihrer Gemeinde stärken. Deshalb wurden Kinder und Jugendliche eingeladen, ein gemeinsames Erkennungszeichen für die Jugend in Sengenthal zu gestalten.
Zwischen Dezember und Ende Januar entstanden durch die Zusammenarbeit mit Schule und Jugendtreff rund 60 Entwürfe. Anschließend konnten die Jugendlichen selbst darüber abstimmen, welches Logo künftig für die Jugendarbeit und den Jugendtreff stehen soll. Der Wettbewerb stieß auf große Beteiligung und wurde auch in der lokalen Presse aufgegriffen.
Die drei bestplatzierten Entwürfe wurden mit Gutscheinen für Aktionen im Jugendtreff sowie Kinogutscheinen prämiert. Der Siegerentwurf wurde anschließend von einem professionellen Grafiker digitalisiert und wird künftig auf Veröffentlichungen, Social-Media-Kanälen und weiteren Materialien der Jugendarbeit eingesetzt.
Der Beteiligungsprozess machte deutlich, dass auch kreative Gestaltungsaufgaben demokratische Mitbestimmung fördern können. Das neue Logo wurde nicht für die Jugendlichen entwickelt, sondern von ihnen selbst ausgewählt und gestaltet. Als nächster Schritt ist geplant, das Motiv gemeinsam mit den Jugendlichen großflächig an der Wand des Jugendtreffs anzubringen und damit die gemeinsam entwickelte Identität dauerhaft sichtbar zu machen.
Fußball-Ferien-Freizeit
SC Regensburg, Mädchen
Eine einwöchige Fußball-Ferien-Freizeit in der Sportschule Schöneck bei Karlsruhe verband sportliche Aktivitäten mit Demokratiebildung und gemeinschaftlichem Lernen. An der Maßnahme nahmen zwölf Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren teil. Ziel war es, demokratische Werte wie Fair Play, Respekt, Gleichberechtigung, Verantwortung und Mitbestimmung im Alltag und im Sport erlebbar zu machen.
Das abwechslungsreiche Programm kombinierte sportliche Herausforderungen mit politischen Bildungsangeboten. In Workshops beschäftigten sich die Teilnehmerinnen unter anderem mit den Themen Demokratie, Werte im Sport und dem Erkennen von Fake News in sozialen Medien. Ein Tagesausflug nach Straßburg ermöglichte den Besuch des Europarats, wo die Jugendlichen Einblicke in europäische Demokratie und internationale Zusammenarbeit erhielten.
Ergänzt wurde die Freizeit durch Begegnungen mit Vorbildern aus dem Sport. Ein besonderes Highlight war das moderierte Wertegespräch mit der ehemaligen Nationalspielerin Renate Lingor, die mit den Jugendlichen über Teamgeist, Fairness und ihre Erfahrungen im Leistungssport sprach. Weitere Programmpunkte wie Blindenfußball, Teambuilding-Aktionen, der Austausch mit einer Schiedsrichterin sowie gemeinsame sportliche Aktivitäten förderten Zusammenhalt, Empathie und gegenseitige Unterstützung.
Die Freizeit zeigte eindrucksvoll, wie politische Bildung und Demokratieförderung in einem sportlichen Kontext vermittelt werden können. Durch gemeinsames Erleben, Diskussionen und praktische Erfahrungen entwickelten die Teilnehmerinnen ein stärkeres Bewusstsein für demokratische Werte und lernten, Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft zu übernehmen.
Kinder-Diözesankonferenz
Christliche Arbeiterjugend - CAJ
Bei der Kinder-Diözesankonferenz der CAJ Regensburg wurde Demokratie nicht nur thematisiert, sondern aktiv gelebt. Die Veranstaltung bot Kindern einen geschützten Raum, um Mitbestimmung zu erfahren, eigene Ideen einzubringen und gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Ziel war es, demokratische Werte kindgerecht zu vermitteln und das Bewusstsein für Beteiligung, Verantwortung und Gemeinschaft zu stärken.
Von der gemeinsamen Anreise über die Begrüßung bis zur Abschlussreflexion war die Konferenz auf Partizipation ausgerichtet. Die Kinder lernten demokratische Regeln und Abläufe kennen, diskutierten miteinander, entwickelten Vorschläge für die zukünftige Verbandsarbeit und stimmten über gemeinsame Anliegen ab. Kreative Elemente, wie die gemeinsame Gestaltung von Plakaten und die Wahl eines Mottos für die Gruppe, verbanden Mitbestimmung mit Identitätsbildung und Teamarbeit.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Reflexion vergangener Aktivitäten sowie der Planung kommender Projekte. Die Kinder bewerteten bisherige Angebote, entwickelten neue Ideen und entschieden gemeinsam über zukünftige Schwerpunkte. Darüber hinaus wurden Themen wie Verantwortung, Transparenz und der Umgang mit finanziellen Ressourcen altersgerecht vermittelt.
Die Kinder-Diözesankonferenz stärkte demokratische Kompetenzen, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmenden. Die Kinder erlebten, dass ihre Meinung gehört wird und konkrete Auswirkungen auf Entscheidungen hat. Dadurch wurde Demokratie als etwas erfahrbar, verständlich und alltagsnah vermittelt und die Grundlage für langfristiges gesellschaftliches Engagement geschaffen.
Spiel ohne Grenzen
Sportjugend Regensburg
Unter dem Motto „Gemeinsam Sport erleben!“ organisierte die Bayerische Sportjugend Regensburg ein großes Spiel- und Sportfest für Grundschulkinder, das sportliche Aktivitäten mit der Vermittlung demokratischer Werte verband. Rund 550 Kinder aus den 3. und 4. Klassen sowie etwa 40 ehrenamtliche Helfer:innen beteiligten sich an der Veranstaltung auf der Bezirkssportanlage am Weinweg. Schirmherrin war Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die die Kinder persönlich begrüßte und den Einsatz der Ehrenamtlichen würdigte.
Im Mittelpunkt standen zahlreiche Sport-, Spiel- und Erlebnisstationen, bei denen Teamgeist, Fairness, Kooperation und gegenseitige Unterstützung gefragt waren. Die Kinder konnten ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen und gemeinsam Herausforderungen meistern. Ergänzend informierte die Waisenhausstiftung Stadtamhof über ihre soziale und gemeinnützige Arbeit und unterstützte die Durchführung der Veranstaltung.
Besondere Bedeutung kam dem gemeinsamen Erleben von demokratischen Grundwerten zu. Respekt, Toleranz, Regelverständnis, Verantwortung und Gemeinschaft wurden nicht theoretisch vermittelt, sondern durch gemeinsames Handeln erfahrbar gemacht. Der Sport diente dabei als niedrigschwelliger Zugang, um Kindern die Bedeutung von Miteinander und Teilhabe näherzubringen.
Die große Resonanz mit 27 teilnehmenden Klassen aus acht Grundschulen sowie die positive Berichterstattung in der regionalen Presse unterstrichen den Erfolg des Projekts. Das „Spiel ohne Grenzen“ zeigte eindrucksvoll, wie sportliche Aktivitäten demokratisches Lernen fördern und Kindern ermöglichen können, Gemeinschaft, Fairness und gesellschaftliche Teilhabe aktiv zu erleben.
Landtagsfahrt
Stadtjugendring Regensburg
Ein Blick hinter die Kulissen der Landespolitik stand im Mittelpunkt einer Bildungsfahrt des Stadtjugendrings Regensburg in den Bayerischen Landtag. Jugendliche und junge Erwachsene aus Regensburg erhielten dabei die Möglichkeit, demokratische Strukturen auf Landesebene kennenzulernen und direkt mit einem Mitglied des Landtags ins Gespräch zu kommen.
Auf Einladung von Jürgen Mistol besuchte die Gruppe das Maximilianeum in München. Bei einer Führung durch das Parlamentsgebäude erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit des Landtags und die Abläufe parlamentarischer Demokratie. Im anschließenden Austausch nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Fragen und Anliegen direkt einzubringen. Diskutiert wurden unter anderem Themen wie Wohnraum, Klimawandel, Infrastruktur, Wehrdienst, Ehrenamt und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Besonders wertvoll war die offene Gesprächsatmosphäre, in der neben politischen Fragestellungen auch persönliche Fragen zum Alltag eines Landtagsabgeordneten ihren Platz fanden. Dadurch wurden politische Prozesse greifbar und die Distanz zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträger:innen verringert. Die Teilnehmenden erlebten, dass ihre Meinungen und Anliegen gehört werden und politische Beteiligung konkrete Wirkung entfalten kann.
Ergänzt wurde die Fahrt durch eine jugendgerechte Stadtrallye in München, die gemeinsam mit dem Kreisjugendring München-Stadt durchgeführt wurde. Die Landtagsfahrt stärkte das Interesse an politischen Themen, förderte demokratisches Verständnis und vermittelte den Jugendlichen ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Mitgestaltung.

Sommerfest der Demokratie
Sportjugend Regensburg
Wie junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten können, stand im Mittelpunkt des „Sommerfests der Demokratie“ im Jugendzentrum Arena in Regensburg. Rund 40 bis 50 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, mit politischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Parteien sowie Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit direkt ins Gespräch zu kommen und ihre Ideen für die Zukunft der Stadt einzubringen.
In mehreren Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Themen Freizeit und Sport, Infrastruktur und Mobilität sowie Mitwirkungs- und Beteiligungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit Kommunal- und Landespolitiker:innen entwickelten sie mehr als 30 konkrete Vorschläge und Forderungen. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und sollen in den Jugendforderungskatalog des Stadtjugendrings Regensburg einfließen.
Zu den eingebrachten Anliegen gehörten unter anderem bessere Freizeit- und Sportangebote, zusätzliche Jugendtreffs, sichere Aufenthaltsorte, eine stärkere Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungen, bessere Verkehrsverbindungen sowie mehr Maßnahmen gegen Diskriminierung und für soziale Gerechtigkeit. Die Jugendlichen machten dabei deutlich, dass sie ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten möchten und konkrete Vorstellungen von einer jugendfreundlichen Stadt haben.
Ergänzt wurde das Beteiligungsformat durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit sportlichen und interaktiven Aktionen, darunter Ja-Nein-Abstimmungen, ein Wünschebaum und verschiedene Spielangebote. Das Sommerfest verband politische Bildung, persönlichen Austausch und gemeinschaftliches Erleben auf niederschwellige Weise und stärkte demokratische Teilhabe, Mitbestimmung und das Vertrauen junger Menschen in politische Prozesse.
World Café
Stadtjugendring Regensburg
Direkte Gespräche zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträger:innen standen im Mittelpunkt eines World Cafés zur Bundestagswahl im Jugendzentrum Guericke in Regensburg. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Stadtjugendring Regensburg, der Sportjugend Regensburg und Scants of Grace organisiert und sollte Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen und unterschiedliche politische Positionen kennenzulernen.
In einem moderierten Gesprächsformat diskutierten die Teilnehmenden an mehreren Thementischen mit den Regensburger Bundestagsabgeordneten beziehungsweise Kandidierenden verschiedener Parteien. Im Mittelpunkt standen Themen, die junge Menschen unmittelbar betreffen, darunter Bildung, Mobilität, Wohnen, Umwelt- und Klimaschutz, Ehrenamt, Social Media sowie Fragen zu Krieg und Frieden.
Nach jeder Gesprächsrunde wechselten die Jugendlichen die Tische und konnten so verschiedene Sichtweisen miteinander vergleichen und ihre Fragen an Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Parteien richten. Das World-Café ermöglichte einen offenen Austausch auf Augenhöhe und schuf einen Rahmen, in dem politische Prozesse greifbar und persönliche Anliegen ernst genommen wurden.
Durch die direkte Begegnung mit Politikerinnen und Politikern wurde politische Bildung praxisnah vermittelt und das Interesse an demokratischer Beteiligung gestärkt. Die Veranstaltung zeigte, dass junge Menschen großes Interesse an politischen Themen haben, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Anliegen einzubringen und mit Entscheidungsträger:innen ins Gespräch zu kommen.
MakeoverJugendtreffWörth
Wörth Jugendbeirat
Wie junge Menschen ihren Lebensraum selbst gestalten können, zeigte der Jugendbeirat Wörth a.d. Donau mit der gemeinschaftlichen Renovierung des örtlichen Jugendtreffs. Während mehrerer Tage investierten Jugendliche und weitere ehrenamtliche Helfer:innen ihre Freizeit, um die Räume des Jugendtreffs in Eigenregie zu verschönern und für die zukünftige Nutzung aufzuwerten.
Dabei wurden Wände neu verspachtelt, gestrichen und die Räumlichkeiten schrittweise renoviert. Die Jugendlichen planten und organisierten die Arbeiten gemeinsam und übernahmen Verantwortung für einen Ort, der ihnen selbst und zukünftigen Generationen junger Menschen zugutekommt. Die Renovierung ist dabei als fortlaufender Prozess angelegt, weitere Räume sollen künftig ebenfalls neugestaltet werden.
Neben den handwerklichen Tätigkeiten spielte auch das Gemeinschaftserlebnis eine wichtige Rolle. Gemeinsame Pausen und Freizeitaktivitäten stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe und förderten das ehrenamtliche Engagement der Beteiligten.
Das Projekt verdeutlichte, dass demokratische Beteiligung nicht nur in Gremien und Diskussionen stattfindet, sondern auch durch gemeinsames Handeln und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Umfeld. Die Jugendlichen gestalteten ihren Treffpunkt aktiv mit und schufen damit einen Ort, an dem Gemeinschaft, Begegnung und Mitbestimmung langfristig gelebt werden können.

Jugendforum
Gemeindejugendpflege Berg
Unter dem Motto „Gemeinsam weiterdenken – realistische Projekte entwickeln“ lud die Gemeinde Berg alle Kinder und Jugendlichen ab 11 Jahren zu einer Jugendversammlung ein. Durch persönliche Einladungen und eine breite Bewerbung in den Jugendtreffs und im öffentlichen Raum konnten 40 Jugendliche erreicht werden, die ihre Ideen und Anliegen für die Weiterentwicklung ihrer Gemeinde einbrachten.
Nach einer Einführung durch den Bürgermeister und die gemeindliche Jugendpflegerin arbeiteten die Teilnehmenden an vier Themenstationen zu Ferienprogramm, Treffpunkten für Jugendliche, einer Wunschbörse sowie aktuellen Anliegen aus ihrem Alltag. Begleitet wurden die Workshops von den Jugendbeauftragten des Gemeinderats, den Betreuer:innen der Jugendtreffs sowie der Jugendpflege. Durch das Rotationsprinzip hatte jede und jeder die Möglichkeit, sich zu allen Themen einzubringen.
In einer gemeinsamen Abschlussrunde wurden die wichtigsten Ergebnisse diskutiert. Dabei formulierten die Jugendlichen konkrete Vorschläge, darunter Trinkwasserspender an öffentlichen Aufenthaltsorten, eine bessere Beleuchtung von Bushaltestellen, längere Öffnungszeiten des Jugendtreffs, die Öffnung von Sporteinrichtungen in den Ferien sowie die Einrichtung einer legalen Graffitiwand.
Die eingebrachten Ideen werden nun gemeinsam mit Bürgermeister und Gemeinderat geprüft und weiterverfolgt. Die Jugendlichen erhalten eine Rückmeldung zu den Ergebnissen und möglichen Umsetzungsschritten. Das Beteiligungsformat stärkte den Dialog zwischen jungen Menschen und Kommunalpolitik und zeigte, wie Jugendliche ihre Lebenswelt aktiv und konstruktiv mitgestalten können.
Sport trifft Geschichte
TSV Theuern e.V.
Sport kann ein Türöffner für politische Bildung sein: Im Rahmen des Ferienprogramms organisierte der TSV Theuern eine Exkursion nach Nürnberg, die sportliche Interessen mit historisch-politischer Bildungsarbeit verband. Ziel des Projekts war es, Kinder und Jugendliche für demokratische Werte, Toleranz und Zivilcourage zu sensibilisieren und ihnen die Bedeutung historischer Verantwortung näherzubringen.
Neben einer Führung durch das Max-Morlock-Stadion und dem Besuch weiterer Sportstätten wie der Nürnberg Arena und des Norisrings stand insbesondere die Auseinandersetzung mit dem benachbarten Reichsparteitagsgelände im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhielten durch den Geschichtslehrer Christian Schrott altersgerechte Einblicke in die Geschichte des Nationalsozialismus und erfuhren, welche Rolle Sportstätten und Großveranstaltungen für Propaganda und Machtdemonstration spielen konnten.
Durch die Verbindung eines für Jugendliche attraktiven Ausflugsziels mit historischer Bildung entstand ein niedrigschwelliger Zugang zu einem anspruchsvollen Thema. Die kleine Gruppengröße ermöglichte intensive Gespräche und bot Raum für zahlreiche Fragen und Diskussionen. Dabei setzten sich die Teilnehmenden mit den Auswirkungen antidemokratischer Ideologien auseinander und reflektierten die Bedeutung von Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung.
Das Projekt zeigte, wie politische Bildung außerhalb klassischer Lernorte gelingen kann. Die Kombination aus Sport, Geschichte und persönlichem Austausch stärkte das Bewusstsein der Jugendlichen für demokratische Werte und verdeutlichte, wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen und sich aktiv für eine offene und demokratische Gesellschaft einzusetzen.
Spielplatzfest mit Umfrage
Gemeindejugendpflege Deining
Das Spielplatzfest in Deining verbindet Begegnung, ehrenamtliches Engagement und demokratische Beteiligung auf besondere Weise. Gemeinsam mit örtlichen Vereinen, Ehrenamtlichen und den Spielplatzpat:innen wurde ein Familienfest organisiert, das insbesondere neu zugezogenen Familien die Möglichkeit bietet, Kontakte zu knüpfen, die Gemeinde kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Angebot wurde durch vielfältige Mitmachaktionen, Spielstationen und Angebote örtlicher Vereine gestaltet.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der aktiven Beteiligung von Kindern und Familien an der Weiterentwicklung des Spielplatzes. Die Erlöse des Spielplatzfests fließen vollständig in die Spielplatzgestaltung und werden durch die Gemeinde verdoppelt. Über eine Umfrage im Mitteilungsblatt konnten Familien selbst entscheiden, welches neue Spielgerät angeschafft werden soll. Dabei standen verschiedene Vorschläge zur Auswahl, über die demokratisch abgestimmt wurde.
Die große Resonanz auf frühere Abstimmungen zeigte, dass Beteiligung bereits bei jungen Kindern und Familien erfolgreich umgesetzt werden kann. Bei der letzten Umfrage gingen über 100 Rückmeldungen ein. Die Mehrheit entschied sich für die Anschaffung eines Trampolins, das anschließend bestellt und auf dem Spielplatz installiert wurde.
Das Projekt macht demokratische Entscheidungsprozesse für Kinder und Familien unmittelbar erfahrbar. Sie erleben, dass ihre Meinung zählt und konkrete Auswirkungen auf die Gestaltung ihres Lebensumfelds hat. Gleichzeitig fördert das Spielplatzfest Begegnung, Gemeinschaft und das Engagement für das Gemeinwesen und stärkt damit das demokratische Miteinander in der wachsenden Gemeinde Deining.
Pizza & Politik
Gemeindejugendpflege Freystadt
Politik erlebbar machen und den direkten Austausch zwischen Jugendlichen und Lokalpolitik fördern: Mit dem Beteiligungsformat „Pizza & Politik“ schuf der Jugendtreff FREYarea einen niederschwelligen Rahmen, in dem junge Menschen ihre Anliegen, Wünsche und Fragen an politische Entscheidungsträger:innen vor Ort richten konnten. Die Veranstaltung fand im Vorfeld der U18-Wahl statt und richtete sich an Kinder und Jugendliche aus Freystadt.
Bereits vor der Veranstaltung beschäftigten sich die Jugendlichen im Jugendtreff mit ihrer Heimatgemeinde und sammelten Themen, die sie besonders bewegen. In diesem Zusammenhang entstanden persönliche „Tops“ und „Flops“ sowie Ideen zur Frage, was sie als Bürgermeisterin oder Bürgermeister in Freystadt verändern würden. Darüber hinaus formulierten die Jugendlichen eigene Fragen, die sie den eingeladenen Vertreter:innen der Kommunalpolitik stellen wollten.
Rund 40 Kinder und Jugendliche trafen schließlich auf den Bürgermeister sowie Vertreter:innen der im Stadtrat vertretenen Parteien. Den Auftakt bildete eine gemeinsame Pizzazubereitung, bei der Jugendliche und Politiker:innen ungezwungen ins Gespräch kamen. Nach der Vorstellung der gesammelten Ergebnisse aus dem Vorbereitungsprozess boten gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kicker, Billard oder Tischtennis zusätzliche Möglichkeiten zum Kennenlernen und Austausch.
Im anschließenden Gesprächsformat beantworteten die politischen Gäste die Fragen der Jugendlichen und diskutierten mit ihnen über aktuelle Themen und Entwicklungsmöglichkeiten in Freystadt. Das Projekt ermöglichte den Teilnehmenden einen direkten Einblick in kommunalpolitische Prozesse und zeigte, dass ihre Meinungen und Anliegen gehört werden. Durch die Verbindung von Begegnung, Beteiligung und gemeinschaftlichem Erleben wurde politische Bildung alltagsnah vermittelt und das Interesse an demokratischer Mitgestaltung gestärkt.
Demokratie braucht (Sitz)Fläche
Christliche Arbeiterjugend - CAJ
Wie können abstrakte Werte wie Demokratie und Menschenwürde im Alltag sichtbar und erlebbar werden? Dieser Frage widmete sich das Projekt „Demokratie braucht (Sitz)Fläche – Menschenwürde erlebbar machen“, das Menschen unterschiedlicher Altersgruppen in der nördlichen Oberpfalz zur aktiven Auseinandersetzung mit demokratischen Grundwerten einlud. Durch die enge Zusammenarbeit mehrerer regionaler Träger entstand ein vielfältiges Beteiligungsprojekt, das kreative Gestaltung, Begegnung und gesellschaftlichen Dialog miteinander verband.
Kern des Projekts war eine Wanderausstellung mit drei Sitzbänken, die durch die Stadt Weiden sowie die Landkreise Neustadt a.d. Waldnaab und Tirschenreuth reisten. Insgesamt beteiligten sich 29 Gruppen aus Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen und Initiativen an der Gestaltung der Bänke. Dabei setzten sie sich kreativ mit den Themen Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlicher Zusammenhalt auseinander und entwickelten individuelle künstlerische Beiträge. Die Vielfalt der beteiligten Einrichtungen verdeutlichte, wie breit das Thema in die Region getragen werden konnte.
Den Abschluss bildete ein mehrtägiger Pop-up-Store in der Regionalbibliothek Weiden. Besucher:innen konnten sich dort an interaktiven Stationen beteiligen, die sich mit Menschenrechten, demokratischer Teilhabe und persönlichen Haltungen befassten. Mitmachangebote wie die „Demokratiebrücke“, eine interaktive Klagemauer, der „Linienwalk“ sowie Gespräche mit Expert:innen luden dazu ein, eigene Erfahrungen einzubringen und über gesellschaftliche Herausforderungen ins Gespräch zu kommen. Insgesamt nahmen 141 Personen im Rahmen organisierter Gruppenangebote sowie weitere Einzelbesucher:innen teil.
Das Projekt machte deutlich, dass demokratische Bildung besonders dann wirksam ist, wenn sie durch gemeinsames Erleben, Mitgestaltung und Austausch erfolgt. Die hohe Beteiligung, die intensive Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen und die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen, dass es gelungen ist, die Themen Demokratie und Menschenwürde niedrigschwellig und lebensnah zu vermitteln. Gleichzeitig wurden Impulse geschaffen, die über die Projektdauer hinaus wirken und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region beitragen.
Wünschebaum
Gemeindejugendpflege Postbauer-Heng
Gemeinschaft, Solidarität und gegenseitige Verantwortung standen im Mittelpunkt der Wünschebaum-Aktion in Postbauer-Heng. Das Beteiligungsprojekt brachte Kinder, Familien, Vereine, Bildungseinrichtungen und engagierte Bürger:innen zusammen und zeigte, wie demokratisches Miteinander im Alltag gelebt werden kann. Ziel war es, Kindern eine Stimme zu geben und gleichzeitig das gesellschaftliche Engagement innerhalb der Gemeinde zu stärken.
Herzstück der Aktion war ein öffentlich zugänglicher Wünschebaum im Rathaus. Kinder konnten kleine und realistische Weihnachtswünsche auf vorbereitete Sterne schreiben und diese am Baum anbringen. Bürger:innen hatten anschließend die Möglichkeit, einen Wunschstern auszuwählen, das Geschenk zu besorgen und im Rathaus abzugeben. Durch die Beteiligung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Vereinen, dem Jugendtreff und der Gemeindeverwaltung entstand ein breites lokales Netzwerk, das die Aktion unterstützte und bekannt machte.
Den feierlichen Abschluss bildete eine gemeinsame Bescherung im Rahmen des Weihnachtsmarktes. Dadurch wurde die Aktion nicht nur zu einer individuellen Unterstützung einzelner Kinder, sondern zu einem sichtbaren Gemeinschaftsprojekt, das Begegnung und Zusammenhalt förderte. Ergänzend wurde die Aktion über Plakate, Flyer sowie digitale Medien beworben und erklärt.
Die Wünschebaum-Aktion machte deutlich, dass Demokratie weit über politische Entscheidungsprozesse hinausgeht. Sie vermittelte Kindern Wertschätzung und Teilhabe, stärkte das Verantwortungsbewusstsein der Bürger:innen und förderte die Zusammenarbeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. So entstand ein niedrigschwelliges Beteiligungsformat, das Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf konkrete und erlebbare Weise sichtbar machte.

Zwischen zwei Welten
Gemeindejugendpflege Postbauer-Heng
Persönliche Begegnungen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, komplexe gesellschaftliche Themen verständlich und greifbar zu machen. Das Projekt „Zwischen zwei Welten“ ermöglichte Jugendlichen der Erich-Kästner-Mittelschule Postbauer-Heng, sich mit den Themen Flucht, Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stand dabei der Dialog mit dem Referenten Mahmoud Ali, der seine persönlichen Erfahrungen mit den Jugendlichen teilte.
Das Projekt war als mehrstufiger Bildungsprozess angelegt. In vorbereitenden Workshops setzten sich die Schüler:innen mit ihren eigenen Gedanken, Fragen und Wahrnehmungen zu den Themen Krieg, Flucht und Integration auseinander. Durch Gruppenarbeiten, Perspektivwechsel und die Entwicklung gemeinsamer Gesprächsregeln wurden sie auf den anschließenden Austausch vorbereitet und für einen respektvollen Dialog sensibilisiert.
Im Zentrum stand die Begegnung mit Mahmoud Ali, der von seinem Lebensweg, seiner Fluchterfahrung sowie seinem Leben zwischen unterschiedlichen kulturellen Welten berichtete. Die Jugendlichen konnten ihre zuvor entwickelten Fragen einbringen und sich in einem offenen Gespräch mit persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen. Dadurch wurden abstrakte Debatten über Flucht und Integration durch konkrete menschliche Erfahrungen ergänzt und greifbar gemacht.
Eine gemeinsame Nachbereitung bot Raum für Reflexion und die Einordnung der gewonnenen Eindrücke. Dabei standen Themen wie Menschenwürde, Verantwortung, Heimat, Zusammenhalt und demokratische Werte im Mittelpunkt. Das Projekt förderte Empathie, Perspektivwechsel und Dialogfähigkeit und zeigte den Jugendlichen, wie wichtig respektvoller Austausch, gegenseitiges Verständnis und die Achtung der Menschenrechte für ein demokratisches Miteinander sind.





























































