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Im Jahr 2026 wurden bisher schon zahlreiche Projekte umgesetzt, die jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten zur Mitgestaltung, Begegnung und persönlichen Entwicklung geboten haben. Die hier vorgestellten Maßnahmen sollen einen Einblick in die Bandbreite dieser wertvollen Arbeit geben.

Es konnten bisher insgesamt 16 Projekte prämiert werden.
Einige davon könnt ihr euch hier anschauen.


Demokratieprojekt mit Rathausbesuch

BRK-Bereitschaftsjugend Pressath

Demokratie verstehen und vor Ort erleben stand im Mittelpunkt eines dreiteiligen Projekts der BRK-Bereitschaftsjugend Pressath. Zunächst erarbeiteten sich die Kinder und Jugendlichen selbstständig die Unterschiede zwischen Demokratie und Autokratie sowie die fünf Wahlrechtsgrundsätze in Deutschland. Ihre Ergebnisse hielten sie in eigenen Handouts fest und vertieften sie anschließend in einer gemeinsamen Diskussionsrunde.

Darauf aufbauend entwickelten die Teilnehmenden rund 20 Fragen an Bürgermeister Bernhard Stangl. Bei einem Besuch im Pressather Rathaus konnten sie diese persönlich stellen und mit ihm über seine Aufgaben, die anstehende Wahl und aktuelle Projekte der Stadt sprechen. Dabei wurden die jungen Menschen auch nach ihren eigenen Einschätzungen zu geplanten Vorhaben gefragt.

Eine Führung durch das Rathaus und den Sitzungssaal gab zusätzlich Einblicke in die Arbeit des Stadtrats und kommunale Entscheidungsprozesse. Das Projekt verband damit die Vermittlung demokratischer Grundlagen mit direkter Begegnung und Beteiligung und machte Kommunalpolitik für die Kinder und Jugendlichen konkret erfahrbar.

Einführung eines Jugendrats

Jugendtreff Don Bosco Regensburg

Demokratische Mitbestimmung dauerhaft im Jugendtreff zu verankern, ist das Ziel des neu eingeführten Jugendrats im Jugendtreff Don Bosco Regensburg. Fünf gewählte Jugendtreffbesucher:innen vertreten die Interessen und Anliegen der Jugendlichen, stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung und wirken gemeinsam mit dem pädagogischen Team an Entscheidungen und Entwicklungen im Jugendtreff mit.

Der Wahl ging eine Kandidaturphase voraus, in der sich interessierte Jugendliche mit eigenen Steckbriefen zur Wahl stellen konnten. Anschließend stimmten die Besucher:innen unter realitätsnahen Bedingungen mit Wahlkabine, Stimmzetteln und Wahlurne über ihre Vertretung ab. Die Stimmen wurden öffentlich ausgezählt und die fünf Kandidat:innen mit den meisten Stimmen für ein Jahr in den Jugendrat gewählt.

In regelmäßigen Sitzungen entwickelt der Jugendrat eigene Ideen und setzt konkrete Vorhaben um. Dazu gehören Maßnahmen zur Bekanntmachung des Gremiums, eigene Veranstaltungen und eine geplante Meinungsabfrage unter den Besucher:innen. Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten werden bewusst gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelt, um echte Mitbestimmung statt vorgegebener Beteiligung zu ermöglichen.

Der Jugendrat ist langfristig angelegt und soll mit regelmäßigen Neuwahlen dauerhaft im Jugendtreff verankert werden. Das Projekt stärkt Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme und schafft einen Ort, an dem junge Menschen demokratische Prozesse unmittelbar erleben und ihren Jugendtreff aktiv mitgestalten können.

Digitale Podiumsdiskussion

Kreisjugendring Tirschenreuth

Politische Positionen vergleichen und eigene Fragen einbringen konnten junge Menschen bei einer Podiumsdiskussion des Kreisjugendrings Tirschenreuth zur Landratswahl. Sechs Kandidat:innen stellten sich im Tagungszentrum der Burg Falkenberg den Fragen der Moderation und der Öffentlichkeit. Die Veranstaltung wurde live im Internet übertragen und erreichte dabei knapp 1.500 Zuschauer:innen.

Bereits im Vorfeld wurden rund 150 Fragen eingereicht, während der mehr als zweistündigen Diskussion kamen knapp 100 weitere hinzu. Inhaltlich reichte das Spektrum von Wirtschaft, Bildung, Jugendsozialarbeit und Ehrenamt bis zu Gesundheitsversorgung und dem Umgang mit der AfD. Die Kandidat:innen konnten ihre unterschiedlichen Positionen darstellen und auf konkrete Anliegen aus der Bevölkerung eingehen.

Die Mischung aus vorbereiteten Fragen, Live-Beteiligung und digitaler Übertragung schuf einen niedrigschwelligen Zugang zur Kommunalpolitik. Die Veranstaltung machte unterschiedliche politische Standpunkte sichtbar und bot insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit, sich vor der Wahl zu informieren und politische Meinungsbildung aktiv mitzuerleben.

Workshop Gebärdensprache & Inklusion

JUZ Weiden - Plan B

Verständigung ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Bei einem zweitägigen Gebärdensprach-Workshop im Jugendzentrum Weiden erhielten 15 Jugendliche einen praxisnahen Einstieg in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) und beschäftigten sich zugleich mit den Lebensrealitäten gehörloser Menschen.

Neben ersten Übungen in Gebärdensprache setzten sich die Teilnehmenden mit Barrieren und Ausschlüssen im Alltag auseinander. Sie diskutierten, in welchen Situationen gehörlose Menschen in ihrer Teilhabe eingeschränkt werden und entwickelten eigene Ideen, wie Kommunikation inklusiver gestaltet werden kann. Einblicke in die Entwicklung der Gebärdensprache sowie Hinweise für einen respektvollen Umgang mit gehörlosen Menschen ergänzten das Angebot.

Das Projekt verband praktisches Lernen mit politischer Bildung und machte deutlich, dass Chancengleichheit, Vielfalt und Teilhabe wesentliche Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft sind. Durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensrealitäten wurden die Jugendlichen für bestehende Barrieren sensibilisiert und darin bestärkt, zu einer inklusiveren Kommunikation und einem respektvollen Miteinander beizutragen.

Inklusion erleben -
Perspektiven wechseln

DPSG Weiden

Wie fühlt sich Ausschluss an und was braucht es, damit alle dazugehören können? Mit diesen Fragen beschäftigten sich zwölf Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren bei einem Pfadiwochenende auf der Blockhütte in Weiden. Ziel war es, Barrieren erfahrbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe zu sensibilisieren.

Erfahrungsorientierte Methoden wie ein „Dinner in the Dark“ und eine Kochchallenge mit verschiedenen Einschränkungen machten unmittelbar erlebbar, wie Barrieren den Alltag beeinflussen können. Übungen zu Vorurteilen und Privilegien sowie ein thematischer Kinoabend boten zusätzliche Impulse für Austausch und Reflexion.

Aus den gemeinsamen Erfahrungen entwickelten die Jugendlichen konkrete Ideen, wie sie ihre eigene Gruppe inklusiver gestalten können. Dabei ging es sowohl um barriereärmere Aktionen als auch um einen bewussteren und sensibleren Umgang miteinander. Das Projekt vermittelte demokratische Werte auf alltagsnahe Weise und stärkte die Teilnehmenden darin, Vielfalt anzuerkennen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für Teilhabe und ein gerechtes Miteinander einzusetzen.

U18-Wahl in Lauterhofen

Gemeindejugendpflege Lauterhofen

Politische Meinungsbildung und demokratische Beteiligung standen im Mittelpunkt der U18-Wahl in Lauterhofen. Im Vorfeld der Kommunalwahl erhielten Schüler:innen verschiedene Möglichkeiten, sich niedrigschwellig über kommunalpolitische Prozesse sowie die Kandidierenden für das Bürgermeister:innenamt und die Landratswahl zu informieren.

Neben Plakaten und Steckbriefen zu den fünf Bürgermeisterkandidat:innen wurden auch digitale Formate genutzt. In kurzen Videos stellten die Kandidat:innen ihre Positionen und insbesondere ihre Vorhaben für junge Menschen vor. Darauf aufbauend konnten die Schüler:innen in einem „Jugendcheck“ die Aussagen vergleichen, bewerten und prüfen, inwieweit ihre eigenen Interessen darin berücksichtigt wurden. Für die Landratswahl wurde zusätzlich auf die Voto-App des Kreisjugendrings verwiesen.

Den Abschluss bildete die U18-Wahl an der örtlichen Mittelschule. 64 Jugendliche beteiligten sich an der Bürgermeister:innenwahl, 120 an der Wahl für das Landratsamt. Das Projekt verband politische Information, eigene Meinungsbildung und praktische Wahlerfahrung und machte kommunale Demokratie für junge Menschen unmittelbar zugänglich.

Demokratie spielerisch erleben

Wasserwacht Weiden

Was bedeutet Demokratie und wo begegnet sie uns im Alltag? Diesen Fragen gingen Kinder bei einem spielerischen Demokratieprojekt der Wasserwacht nach. Zum Einstieg brachten sie bei einem Erklärspiel ihr eigenes Vorwissen ein und beschäftigten sich gemeinsam mit grundlegenden Begriffen und Prinzipien der Demokratie.

Beim anschließenden Demokratie-Quartett richteten die Teilnehmenden den Blick über Deutschland hinaus und verglichen verschiedene demokratische Aspekte in europäischen Ländern. Begriffe wie Transparenz und Rechtsschutz wurden gemeinsam besprochen und anschließend spielerisch vertieft.

Zum Abschluss gestalteten die Kinder im Rahmen einer Kreativaktion des Kreisjugendrings Postkarten zu der Frage, was Demokratie für sie persönlich bedeutet. Bezüge zum eigenen Vereinsleben machten deutlich, dass Mitbestimmung nicht nur in der Politik stattfindet: Auch bei der Wasserwacht können Mitglieder wählen, ihre Meinung äußern und eigene Vorschläge einbringen. Das Projekt verband damit Wissensvermittlung, Spiel und kreativen Ausdruck und machte demokratische Beteiligung für die Kinder alltagsnah erfahrbar.

Digitale Zukunftstage

Gemeindejugendpflege Freystadt

Wie könnte Freystadt aus Sicht junger Menschen in Zukunft aussehen? Dieser Frage gingen rund 50 Schüler:innen bei den „Digitalen Zukunftstagen“ nach. In Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring, der Landeszentrale für politische Bildung und der Martini-Schule entwickelten sie eigene Ideen für ihre Gemeinde und setzten diese auf der virtuellen Plattform Minetest kreativ um.

In elf Gruppen entstanden vielfältige Zukunftsvisionen, die von Sport- und Freizeitangeboten über Mobilität und Beleuchtung bis zu neuen Geschäften und Treffpunkten reichten. Bei einem anschließenden Treffen wurden die Vorschläge gebündelt und zu vier konkreten Themenbereichen weiterentwickelt: Jugendtreff, Sportanlagen, Naturbad und Park.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Jugendlichen schließlich Vertreter:innen aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Schule und Presse. Gemeinsam wurden erste Schritte zur Umsetzung vereinbart, darunter Verbesserungen an Sport- und Freizeitflächen, Beteiligung an der Gestaltung des Marktplatzes sowie neue Angebote im Jugendtreff und am Naturbad. Die Stadt Freystadt stellt hierfür ein eigenes Budget bereit, die Projektgruppen werden weiterhin von der Jugendpflege begleitet.

Das Projekt verband digitale Kreativität mit konkreter kommunaler Beteiligung. Die Jugendlichen konnten erleben, dass aus eigenen Ideen umsetzbare Projekte entstehen und sie die Entwicklung ihres unmittelbaren Lebensumfelds aktiv mitgestalten können.

YOUdentity

Das magische Projekt e.V.

Wo erfahre ich selbst Ausgrenzung und wo grenze ich möglicherweise andere aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „YOUdentity“, das gemeinsam mit einer 7. Klasse der Max-Reger-Mittelschule Weiden durchgeführt wird. Im Mittelpunkt stehen Identität, Zugehörigkeit und Diskriminierung sowie die eigenen Erfahrungen der Jugendlichen im Alltag und in sozialen Medien.

Ein vertiefender Workshop mit Ufuq e.V. bot Raum, um sich mit Vorurteilen, Zuschreibungen, Sprache und Gruppendruck auseinanderzusetzen. Dabei standen nicht vorgegebene Antworten, sondern der offene Austausch und die Reflexion der eigenen Perspektiven im Vordergrund.

Das Projekt verbindet die schulische Arbeit bewusst mit offenen Angeboten im Jugendzentrum. Dadurch können Beziehungen und Vertrauen entstehen und die Jugendlichen erhalten auch außerhalb der Schule einen Ort, an dem sie gehört werden und Gemeinschaft erleben können. „YOUdentity“ macht Demokratie damit über Begegnung, Beteiligung und einen respektvollen Umgang miteinander erfahrbar und stärkt Selbstwert, Empathie und Zivilcourage.

Demokratie erleben:
Ein Name für das neue Maskottchen

Siedlerjugend Pleußen

Wie Demokratie und Mitbestimmung funktionieren, konnten Kinder beim Sommerfest der Siedlerjugend Pleußen spielerisch erfahren. Zunächst beschäftigten sie sich in kindgerechter Sprache damit, warum jede Stimme zählt und welche Bedeutung gemeinschaftliche Entscheidungen haben. Bei einer Kreativaktion gestalteten sie anschließend Symbole für Demokratie, Gemeinschaft und Mitbestimmung.

Höhepunkt war die Enthüllung des neuen Löwen-Maskottchens der Siedlerjugend. Über dessen Namen durften die Kinder selbst entscheiden: Fast 40 Teilnehmende stimmten in einer geheimen Wahl über sechs Vorschläge ab. Mit Wahlkabine, Wahlurne und Bürgermeister Stefan Grillmeier als Wahlvorstand orientierte sich die Abstimmung an einer echten Wahl. Die Mehrheit entschied sich für den Namen „Sammy“.

Die Aktion verband Wissensvermittlung, Kreativität und praktische Mitbestimmung. Die Kinder erlebten unmittelbar, dass jede Stimme gleich viel zählt und gemeinschaftliche Entscheidungen nach demokratischen Regeln getroffen werden. So wurde Demokratie auf spielerische und altersgerechte Weise erfahrbar gemacht.

U-18 Wahl
Rathausrallye
Bürgermeister-Barbecue

Gemeindejugendpflege Postbauer-Heng

Kommunalpolitik kennenlernen, mit Politiker:innen ins Gespräch kommen und selbst eine Wahl erleben: Mit drei aufeinander abgestimmten Angeboten machte die Gemeindliche Jugendpflege Postbauer-Heng demokratische Prozesse für Kinder und Jugendliche unmittelbar erfahrbar.

Bei einer interaktiven Rathausrallye erkundeten die Teilnehmenden in Kleingruppen das Rathaus. Eine digitale Schnitzeljagd führte sie unter anderem durch den Sitzungssaal, das Bürgermeisteramt, das Pass- und Meldeamt und die Kämmerei. Rund 20 Aufgaben vermittelten spielerisch, welche Aufgaben eine Kommune übernimmt, wie Entscheidungen zustande kommen und welche Rolle Verwaltung, Bürgermeister:in und Marktgemeinderat dabei spielen.

Beim „Burgermeister Barbecue“ im Jugendtreff Seven konnten Jugendliche anschließend in ungezwungener Atmosphäre mit Vertreter:innen der Kommunalpolitik ins Gespräch kommen. Bei Burgern, Limonade und gemeinsamen Freizeitaktivitäten standen ihre Fragen und Anliegen im Mittelpunkt. Den dritten Baustein bildete die gemeinsam mit der Jugendpflege Pyrbaum organisierte U18-Wahl zur Kommunalwahl, an der knapp 300 Schüler:innen teilnahmen.

Das Projekt verband damit Wissen, persönlichen Austausch und aktive Beteiligung. Die jungen Menschen lernten kommunale Strukturen kennen, konnten eigene Perspektiven einbringen und erlebten den Wahlvorgang praktisch. Demokratie wurde so nicht abstrakt vermittelt, sondern im unmittelbaren Lebensumfeld erfahrbar gemacht.

Demokratie und Vielfalt beim Dorffest

Obst- und Gartenbauverein Schirmitz

Mitbestimmung, Kinderrechte und Vielfalt wurden beim Schirmitzer Dorffest auf spielerische Weise erlebbar. Die Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins Schirmitz gestaltete das Kinderland mit verschiedenen Aktionen, die Kinder und Jugendliche dazu einluden, sich mit demokratischen Werten und ihren eigenen Vorstellungen für ein gutes Zusammenleben auseinanderzusetzen.

An einer Wünschebox konnten die jungen Besucher:innen ihre Anliegen und Ideen für die Gemeinde einbringen. Die geäußerten Wünsche reichten von einem neuen Spielplatz bis zu Gesundheit, Glück und Freundschaft. Ergänzend bot eine Postkartenaktion des Kreisjugendrings die Möglichkeit, kreativ festzuhalten, was Demokratie für die Teilnehmenden persönlich bedeutet.

Unter dem Motto „Auch du gehörst dazu“ bemalten Kinder außerdem zuvor gesammelte Steine, die anschließend dauerhaft rund um eine Naschhecke ausgelegt wurden. Jeder Stein steht symbolisch für ein Kind und für die Botschaft, dass alle unabhängig von Herkunft, Wohnort oder persönlichen Voraussetzungen Teil der Gemeinschaft sind. Auch Inklusion und unterschiedliche Bedürfnisse wurden dabei sichtbar aufgegriffen.

Das Projekt verband kreative Beteiligung mit konkreter Mitbestimmung und regte zugleich Gespräche über Zugehörigkeit, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt an. Die dauerhaft ausgestellten Steine tragen diese Botschaft über das Dorffest hinaus weiter und machen Vielfalt als selbstverständlichen Bestandteil einer demokratischen Gemeinschaft sichtbar.

STADT
NULL

Jugendtreff Weiden - Plan B

Wie erleben junge Menschen ihre Stadt und welche Möglichkeiten haben sie, Weiden mitzugestalten? Diesen Fragen geht das Filmprojekt „STADT NULL“ nach. Dafür wurden Jugendliche, Vertreter:innen aus Stadtverwaltung und Politik sowie lokale Initiativen zu ihren Erfahrungen mit Jugendbeteiligung, Kommunalpolitik und Stadtentwicklung befragt.

Der Film zeigt unterschiedliche Perspektiven auf Weiden: Jugendliche benennen fehlende Freizeit- und Kulturangebote sowie Beteiligungsmöglichkeiten, während Beispiele wie Jugendtreff, Skatepark und Kulturangebote verdeutlichen, wie durch Engagement konkrete Veränderungen entstehen können. Zugleich geben die Gespräche Einblicke in kommunale Entscheidungsprozesse und zeigen Möglichkeiten auf, eigene Anliegen einzubringen.

Nach einer gut besuchten Premiere wurde das Projekt mit Filmvorführungen an Schulen weitergeführt. In begleitenden Workshops setzten sich mehrere hundert Schüler:innen mit Mitbestimmung und Stadtentwicklung auseinander und entwickelten eigene Ideen für Weiden.

„STADT NULL“ brachte die Perspektiven junger Menschen mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in den Dialog. Das Projekt machte sichtbar, dass Jugendliche ihre Stadt aktiv mitgestalten möchten, und setzte Impulse, Jugendbeteiligung in Weiden langfristig weiterzuentwickeln.

World Café zur Kommunalwahl

Bayerische Sportjugend Regensburg & Jugendtreff Don Bosco

Was brauchen junge Menschen in Regensburg und was sollte sich in ihrer Stadt verändern? Rund 30 Jugendliche diskutierten bei einem World Café mit Stadträt:innen aus fünf verschiedenen Parteien über ihre Wünsche und Anliegen. Grundlage für den Austausch war der Jugendforderungskatalog der Bayerischen Sportjugend.

In wechselnden Tischgruppen sprachen die Jugendlichen unter anderem über bezahlbaren Wohnraum, öffentliche Verkehrsmittel und sichere Radwege, Freizeit- und Sportangebote, Aufenthaltsorte, Gleichberechtigung sowie mehr Grünflächen und Trinkwasserbrunnen. Auch die Situation an Schulen und die Sichtbarkeit bestehender Angebote der Stadt wurden thematisiert.

Der direkte Austausch auf Augenhöhe ermöglichte es den Jugendlichen, ihre Perspektiven unmittelbar in die Kommunalpolitik einzubringen. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse gemeinsam vorgestellt und Informationen zur bevorstehenden Kommunalwahl vermittelt. Das World Café machte kommunalpolitische Beteiligung niedrigschwellig erfahrbar und soll auch nach der Wahl als Dialog zwischen Jugendlichen und Politik fortgeführt werden.

Sport, Gemeinschaft und demokratische Werte

SC Regensburg

Sport als Lernfeld für demokratische Werte stand im Mittelpunkt eines fünftägigen Winterworkshops des SC Regensburg in der Jugendherberge Oberammergau. 15 Mädchen erlebten dabei, wie Fairness, gegenseitiger Respekt, Verantwortung und Zusammenhalt im gemeinsamen Alltag praktisch gelebt werden können.

Sportliche Aktivitäten, Wanderungen und gemeinsame Freizeitgestaltung forderten die Teilnehmerinnen dazu auf, Regeln anzuerkennen, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, Kompromisse zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen. Die Begegnung mit einer Jugendgruppe aus Indersdorf bot zudem Gelegenheit, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinanderzusetzen.

Ergänzt wurde das Programm durch Gespräche und Bildungsangebote zu Fair Play, Migration, Gesundheit und Ernährung sowie bayerischer Geschichte. Beim Besuch des Klosters Ettal wurde auch der Widerstand gegen den Nationalsozialismus thematisiert. Der Workshop verband damit Sport, Gemeinschaft und politische Bildung und machte demokratische Grundhaltungen im unmittelbaren Miteinander erfahrbar.



finanziert aus Mitteln des Bezirks Oberpfalz
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